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Ein Blog des Wilhelm-Gefeller-Bildungs- und Tagungszentrums

(Kleine) Presseschau

Von Ute Demuth am 29. April 2012

Zeitungen

Fotograf: Ralf Roletschek, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Zwischendurch wollen wir hier einen kleinen Ausschnitt dessen zusammenstellen, was – seit wir gestartet sind – so alles durch die Presse gegangen ist zu unserem Thema: Von der ausführlichen Betrachtung der Veränderungen in der Arbeitswelt bis zur Meldung über eine österreichische Kellnerin, die entlassen wurde, weil ein Kollege auf Facebook lästerte.

“Individuum und neue Arbeitswelt”

Die aktuelle Ausgabe der “Gegenblende” trägt diesen Titel. Der technische Wandel in der Arbeitswelt, mit dem wir uns auf diesem Blog beschäftigen, hat weitreichende Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Beschäftigten und die Organisation der Arbeit. Was das für Betriebsräte und Gewerkschaften bedeuten könnte, greift z. B. der Artikel “Zeitenwende im Büro” auf.
http://www.gegenblende.de/

Kündigung wegen Eintrag auf Facebook

Eine Kellnerin aus einem Wiener Hotel wurde wegen eines facebook-Eintrags gekündigt. Sie hatte ihn nicht selbst verfasst, er war aber auf ihrem Profil erschienen. “In dem Eintrag forderte ein Kollege den Geschäftsführer namentlich auf  ‘ihr könnt mich mal’.”
http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/

Kritische Äußerungen von der Meinungsfreiheit gedeckt

“In einem Verfahren vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte eine Mitarbeiterin einer Sicherheitsfirma Glück. Sie hatte per Facebook ihrem Unmut über ein Unternehmen Luft gemacht, bei dem sie vom Arbeitgeber eingesetzt war. Prompt flatterte die Kündigung ins Haus. […] Ihre kritischen Äußerungen waren von der Meinungsfreiheit gedeckt. Die Richter berücksichtigten, wie die Äußerungen der Frau im Internet eingestellt und zugänglich waren. Es mache einen Unterschied, ob die Äußerung über den ‘öffentlichen’ oder den sogenannten ‘privaten’ Bereich bei Facebook nur im Freundeskreis erfolgt sei.”
Beschluss vom 29. Februar 2012, Aktenzeichen12 C 12.264
http://m.faz.net

USA: Arbeitgeber fragen immer öfter nach Facebook-Passwort

Unternehmen und Behörden in den USA reicht es offenbar nicht, die sozialen Netzwerke nach Informationen über den Bewerber zu durchsuchen. Sie fordern von Bewerbern Zugangsdaten zu den privaten Nutzerkonten.
Jetzt soll es eine gesetzliche Regelung dagegen geben. In Deutschland ist noch kein solcher Fall bekannt geworden.
http://www.welt.de/ 

Aktuelle Studien

Der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitcom hat bereits die zweite Studie zur Nutzung von sozialen Netzwerken veröffentlicht. Eines der neuen Ergebnisse ist, dass drei von zehn NutzerInnen auch vom Arbeitsplatz aus auf ihre Profile in sozialen Netzwerken zugreifen.

Arbeiten von überall und jederzeit: Betrachtet man die Erwartungshaltung, die Berufstätige an die Arbeitswelt von morgen haben, so sieht die deutliche Mehrheit der Befragten einen klaren Trend zum dezentralen Arbeiten. Das hat eine von der Sage Software GmbH in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel “Zukünftige Arbeitswelten ‘Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?'” ergeben.
http://www.bitkom.org/, http://www.sage.de/ 

 

Ist Euch in letzter Zeit eine interessante Meldung zu unserem Thema begegnet? Wir freuen uns über Hinweise. Und wie immer: Eure Fragen und Kommentare sind herzlich willkommen. 

 

 

Eine Antwort zu “(Kleine) Presseschau”

  1. Wolfgang Oesterle-Imbery
    6. Mai 2012

    Deutsche Gerichte gehen mit postings in Sozialen Netzen zusehends differenziert und sensibel um; so hat ein Bochumer Gericht einen AzuBi vor der Kündigung bewahrt, da es gegenüber Auszubildenden eine besondere „Fürsorgepflicht“ gäbe. Diese Meldung erschien auf heise online: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Beleidigung-des-Chefs-auf-Facebook-rechtfertigt-keine-Kuendigung-1568415.html

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