Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Social Media Leitfaden gemeinsam entwickeln

Ein Blog des Wilhelm-Gefeller-Bildungs- und Tagungszentrums

Wie kann der Betriebsrat soziale Medien für sich nutzen?

Von Ute Demuth am 9. Mai 2012

Soziale Medien können das Informationsmanagement des Gremiums verbessern und den Austausch mit anderen Gremien erleichtern. Social Media macht also nicht nur Arbeit, sondern kann sie auch effizienter machen.

Soziale Medien können zum Beispiel als zusätzliche Informationsquelle genutzt werden. Auch wenn das die Gefahr birgt, sich in den immer gleichen Themen- und Argumentationskreisen zu bewegen: Hinweise von Menschen, die ich kenne und deren Arbeitsgebiete und Interessen ich teile, sind in der Regel handverlesen und daher wertvoll für mich. Über Twitter oder in sozialen Netzwerken teilen Leute eben nicht nur mit, was sie gerade essen, sondern auch was sie lesen.

RSS-Feeds sind eine gute Hilfe dabei, Informationen für sich zu sortieren und zu kanalisieren: Das kann man zum Beispiel auch mit den Artikeln dieses Blogs tun, über eine Art Abonnement wird man dann automatisch benachrichtigt, wenn es eine neue Veröffentlichung gibt. Wie man das einrichtet, ist hier beschrieben. Die übliche Richtung des Informationswegs ist also umgedreht: Ich muss nicht mehr irgendwo hingehen, um auf dem Laufenden zu bleiben, die Information kommt zu mir.

Wenn Links nicht mehr nur auf dem eigenen Rechner verwaltet, sondern im Netz gespeichert werden, können viele Leute von der Linksammlung profitieren. Social Bookmarking heißt das, gemeint sind Lesezeichen, die man gemeinsam nutzen kann. Ein Anbieter ist z. B. diigo.

Über die Verschlagwortung – auch eines der Merkmale sozialer Medien – können Inhalte in allen diesen Diensten sortiert, verstichwortet und eben auch von anderen gefunden werden. Auch diesem Artikel sind Schlagworte zugeordnet (siehe unten). Darüber findet man nicht nur interessante Inhalte, sondern in der Regel auch ebensolche Menschen.

Viele Dienste erleichtern die Organisation und Zusammenarbeit: Von Terminfindungshilfen – zum Beispiel doodle – bis zur gemeinsamen Erarbeitung von Texten ist im Netz ist alles möglich. Über Wikis lassen sich langfristig gemeinsam Inhalte entwickeln, z. B. in der Zusammenarbeit in Gesamt- oder Konzernbetriebsräten.

Bei all dem stellt sich für Betriebsräte immer wieder die Frage nach dem Datenschutz. Es lohnt sich nach datenschutzfreundlichen Alternativen zu den etablierten Anbietern Ausschau zu halten: Das soziale Netzwerk Diaspora etwa setzt auf die dezentrale Speicherung von Nutzerdaten und kann eine gute Alternative zu Facebook sein. Noch haben nicht viele Menschen den Dienst entdeckt, aber wenn wir die großartigen Möglichkeiten der sozialen Medien nutzen wollen und zugleich die Kontrolle über unsere Daten behalten wollen, müssen wir ein bisschen experimentierfreudiger werden.

 

An welchen Diensten habt Ihr besonderes Interesse? Was könnten wir hier genauer vorstellen?

 

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